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Neuigkeiten

Der weihnachtliche Basar lässt die Kinderaugen funkeln

Einhard-Gymnasium: 4900 Euro für Verein „Nele und Hanns Bittmann“

Einhard-Gymnasium
Foto: Michael Jaspers

Aachener Zeitung

Aachen. „Es ist einfach schön zu sehen, mit wie viel Begeisterung, Fleiß und Enthusiasmus die Kinder hier mitmachen, kreative Sachen basteln und verkaufen“, erzählt Sarah Bingham, die seit drei Jahren beim Weihnachtsbasar des Aachener Einhard-Gymnasiums mitwirkt, beinahe euphorisch. Bereits zum 29. Mal fand er unter dem Motto „Kinder basteln für Kinder in Not“ statt. Bingham ist stolz auf die Summe von 4900 Euro, die in diesem Jahr zusammengekommen ist. „4000 Euro stammen aus dem Erlös des Basars und 900 Euro hat der Schülerverein durch die Cafeteria beim Weihnachtsbasar beigesteuert“, erklärt sie erfreut.

Die stolze Summe von 4900 Euro wurde in die Hände des Vereins „Nele und Hanns Bittmann – Hilfsfonds für Kinder in Not in der Region Aachen“ übergeben. Der Verein wurde im Jahre 2006 nach dem tragischen Unfalltod von Nele und Hanns Bittmann gegründet. Der ehemalige Aachener Karnevalsprinz hatte einige Jahre ehrenamtlich mit seinem Hofstaat für die Aktion „Menschen helfen Menschen“ gesammelt. Das Schicksal der beiden Kinder habe dann „den Ausschlag gegeben, diesen Verein für Kinder in Not zu gründen“, erklärt Wolfgang Seibert, der selbst zu den Mitgliedern zählt. „Eine solche Spende ist wichtig für die Zielsetzung unseres Vereins, da wir nun einmal auf Spenden angewiesen sind“, sagt er.

Neue Schulbücher kaufen

Eingesetzt werde das Geld zum einen für den Schulbuchfonds, der bedürftige Kinder bei der Anschaffung von Schulbüchern unterstütze. Dabei wurden durch diesen Fonds, der in Zusammenarbeit mit der Schulverwaltung der Stadt Aachen betrieben wird, in den vergangenen zehn Jahren bereits über 2000 Kinder mit Schulmaterialien ausgestattet. Zum anderen werden Jahreskarten für den Tierpark Aachen gekauft. „Diese erhalten Kinder und deren Familien, die sich aus finanziellen Gründen keinen Urlaub leisten können“, schildert Wolfgang Seibert. Jährlich werde so ein Besuch des Tierparks für 300 bis 500 Kinder sowie zahlreiche Familien ermöglicht. „Es ist uns wichtig, dass das Geld in die richtigen Hände kommt und sinnvoll eingesetzt wird“, sagt er.

Doch nicht nur für den Verein, sondern auch für Angelika Litmeyer-Neumann ist es ein besonderer Tag. Sie hat neun Jahre lang federführend für die Vorbereitung und den reibungslosen Ablauf des Basars gesorgt und übergibt diese Verantwortung nun in andere Hände. „Die Vorbereitungen sind zwar immer mit Stress verbunden, doch es ist für mich immer wieder ein Glücksgefühl zu sehen, mit welchem Eifer, Engagement und welcher Euphorie die Kinder bei der Sache sind“, schildert sie. Besonders schön finde sie dabei das soziale Engagement der Kinder, da „alle Kinder die Sachen für den Basar zu Hause basteln“ und dadurch einen Teil ihrer Freizeit opferten. „Natürlich werde ich nächstes Jahr wieder zum Basar kommen, auch wenn ich nicht mehr für die Organisation verantwortlich bin“, verrät sie bereits jetzt.

Denn im nächsten Jahr gibt es sogar ein Jubiläum: Der 30. Weihnachtsbasar am Einhard-Gymnasium steht an.

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850 Kinder stürmen das Stadttheater

Verein „Nele und Hanns Bittmann“ ermöglicht Schülern den Besuch des Familienstücks. Das ist schon eine Tradition geworden.

Von Svenja Pesch - Aachener Zeitung

Theater 2016
Foto: Michael Jaspers

Aachen. Ein bisschen aufgeregt ist Adriano schon. Immerhin ist dies kein normaler Schultag im Leben des Neunjährigen aus der Schule am Rödgerbach, sondern etwas ganz Besonderes. Gemeinsam mit seinen Mitschülern besucht er das diesjährige Weihnachtsmärchen „Der kleine Ritter Trenk“ des Theaters Aachen. Wie Adriano freuen sich gut 850 Kinder verschiedener Grundschulen, Kindergärten und anderer Einrichtungen aus der Region auf den vorweihnachtlichen Theaterbesuch. Möglich gemacht hat das der Verein „Nele und Hanns Bittmann“. Der Hilfsfonds für Kinder in Not in der Region hat bereits zum fünften Mal Theaterkarten an diejenigen verteilt, die normalerweise selten bis nie ins Theater gehen können.

„Für viele leider eine Ausnahme“

„Wir freuen uns, dass wir auch dieses Mal wieder viele Kinder einladen konnten, wie beispielsweise von den Grundschulen Driescher Hof, am Rödgerbach oder Passstraße. Auch das Jugendzentrum Maria im Tann sowie die Öcher Frünnde sind dabei“, so Frank Prömpeler, Geschäftsführer des Vereins „Nele und Hanns Bittmann“. Dabei freut sich Prömpeler jedes Jahr aufs Neue, in die strahlenden Kinderaugen zu blicken, die den großen Theatersaal ganz genau unter die Lupe nehmen. „Für viele der kleinen Theaterbesucher ist so ein Event leider die Ausnahme, da sich ihre Eltern das einfach nicht leisten können. Der Verein ermöglicht ihnen ein paar schöne Stunden, in denen sie ihren Alltag vergessen können“, ergänzt Prömpeler.

Eren und Louise von der Montessori-Schule wissen zwar, worum es in dem Weihnachtsstück geht, aber das Geheimnis, wie genau es im Theater aussieht, konnte erst vor wenigen Minuten gelüftet werden. „Ganz schön groß ist es hier, und alles sieht so schick aus“, erzählt Louise. Auch für Pelin Yirgit ist der Theaterbesuch eine spannende Sache. Sie kommt von dem Projekt „join“, innerhalb dessen schon lange hier lebende Familien auf Eltern und Kinder treffen, die in Aachen Zuflucht gesucht haben. „Wir kommen gemeinsam mit Flüchtlingen und Öcher Familien hierhin. Die multikulturelle Atmosphäre macht den Theaterbesuch zu etwas Besonderem“, so Yirgit.

Frank Prömpeler beobachtet derweil lächelnd, wie die Kinderscharen ihre Plätze einnehmen und gespannt auf die Bühne blicken. „Jetzt geht es gleich los. Und wenn sie nachher aus der Vorstellung kommen, bekommen sie noch ein Weggemännchen von Nobis – das ist mittlerweile ebenfalls eine Tradition“, sagt er.

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Stets perfekte Töne für den guten Zweck

Studierende der Musikhochschule brillieren beim Benefizkonzert zugunsten des Vereins „Nele und Hanns Bittmann“
- Von Nina Krüsmann (Aachener Zeitung)

Konzert

u.a. brillierten zugunsten des Vereins Nele und Hanns Bittmann:
die Gitarristen Maurice Görtz und Farsan Rahvari. Foto: Andreas Schmitter

„Es ist doch einfach wundervoll, wenn man gemeinsam mit jungen Leuten Musik machen und anderen Menschen Freude bereiten kann. Schöner kann es nur noch sein, wenn man damit auch noch anderen Menschen helfen kann“, sagt Herbert Görtz, Dirigent und Direktor der Abteilung Aachen der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Seit drei Jahren veranstaltet die Musikhochschule in ihrem Konzertsaal am Theaterplatz im Advent ein Benefizkonzert mit Studierenden zugunsten des Vereins „Nele und Hanns Bittmann – Hilfsfonds für Kinder in Not in der Region Aachen“. Die Hochschule biete bewusst im großen Veranstaltungsreigen in diesen Tagen kein klassisches vorweihnachtliches Konzert, sondern ein Programm, welches das gesamte Repertoire der Musikhochschule widerspiegele, betonte Görtz bei der Begrüßung des Publikums im bis zum letzten Platz besetzten Auditorium. Verantwortlich für Organisation und Realisation des Konzertes zeichneten Professorin Claudia Kunz-Eisenlohr und Professor Hans-Werner Huppertz.

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Auch Albrecht Peltzer, zweiter Vorsitzender des Vereins „Nele und Hanns Bittmann“, freute sich über den großen Zuspruch und dankte im Namen des Vereins allen Beteiligten für ihr großes Engagement im Sinne der guten Sache. Es war bereits das dritte Mal, dass das Adventskonzert der Hochschule für den Verein stattfand. Und fest steht schon: Am zweiten Advent 2017 werden Studierende der Hochschule wieder für Kinder in Not musizieren.

Die begeisterten Zuhörer am Sonntagabend waren wie immer sehr spendenfreudig, so dass nach einer unterhaltsamen musikalischen Stunde viele Scheine in den Spendenkörben landeten. _____________________________________________________________

Noch mehr Engagement für Kinder in Not

Die Kenger vajjen Beverau nehmen Benefiz-CD auf und gehen unter die Printenbäcker.

Kenger vajjen Beverau
Foto: Michael Jaspers (vom "Festival der Öcher Lieder")

Aachen. Es ist mucksmäuschenstill im Tonstudio von Arrangeur und Produzent Meinolf Bauschulte in Roetgen-Rott. Dann geht‘ los. Öcher Tüen klingen durch den Raum – stundenlang. Die Kenger vajjen Beverau legen richtig los – ausnahmsweise nicht auf den Fastelovvendsbühnen vom Kleingartenverein bis zur großen Galasitzung, vom Schängche bis zur Platt-Messe. Die rund 40 Jungen und Mädchen aus den dritten und vierten Klassen der Domsingschule singen vielmehr derzeit ihre erste CD ein. Und das machen sie nicht, um einfach nur aus Jux und Dollerei einen Tonträger mit ihrer jecken Sangeskunst vorweisen zu können. Die CD soll ganz konkret und unmittelbar Kindern in Not helfen.

Kenger singen für Kenger – das war von vornherein das Motto der bunten Truppe, als sie 2012 aus der Taufe gehoben wurde. Seither sind die Kenger vajjen Beverau unter der Regie von Schulleiterin Irma Wüller und ihrem Stellvertreter Raphael Brümmer und unter der Auftrittsorganisation von Norbert Strauch und Heinz Ludwig Kloeser im Fastelovvend unterwegs und absolvieren jede Session etliche Auftritte. Das Projekt wurde von Jahr zu Jahr erfolgreicher und angesagter. Nach der vergangenen Session konnten die Kenger beispielsweise rund 3500 Euro an den Hilfsfonds überweisen.

„Wat `ne echte Öcher es...“

Aufgrund der großen Nachfrage wird das Hilfsengagement für Kinder in Not jetzt noch deutlich ausgeweitet. Dazu dient die CD mit dem Titel „Wat `ne echte Öcher es...“, die in rund zwei Wochen offiziell vorgestellt wird. So viel sei bereits verraten: Zu hören sein werden Öcher Fastelovvends-Klassiker ebenso wie neue Ohrwürmer. Die Einnahmen, die mit dem Verkauf – unter anderem natürlich bei den Auftritten – erzielt werden, gehen zu 100 Prozent an den Hilfsfonds. Das wird dadurch möglich, dass die Produktion vollständig über Sponsoren (siehe Zusatzbox) und Spenden der Eltern der Domsingschüler finanziert worden ist. Es müssen dementsprechend keine Kosten gedeckt werden. Ein Hingucker ist schon das von der Werbeagentur „Power + Radach“ ebenfalls kostenlos entworfene frische und bunte Design der CD.

Die Sponsoren waren von dem Projekt und dem, was dabei herauskommen soll, so überzeugt, dass sie auch noch eigene Ideen entwickelten, wie man die Spendeneinnahmen für Kinder in Not noch weiter erhöhen kann. So gingen die Kenger dieser Tage sogar unter die Printenbäcker. Bei Moss nämlich, über deren Filialen die CD dann auch vertrieben wird, wurden passenderweise die Printen „Öcher Jonge“ und „Öcher Mäddchere“ kreiert. Unter der Anleitung von Jörg Moss konnten die Kenger vajjen Beverau diese Printen, mit denen zuvor bereits der Kinderschutzbund unterstützt worden war, in der Firmenzentrale selber herstellen. „Dass mit den Kenger vajjen Beverau der Nachwuchs in Sachen Öcher Brauchtum ebenso gefördert wie der soziale Gedanke gelebt wird, finden wir toll“, sagt Geschäftsführerin Silvia Moss.

Auftritt gewünscht? Kontakt zu den Kengern

Wer mit den Kenger vajjen Beverau seine Fastelovvendsveranstaltung bereichern will, der kann sich mit Norbert Strauch in Verbindung setzen: Telefon 0172/35820

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Picknick mit tollem Beigeschmack

Martin Emmerich bedenkt vier Einrichtungen mit Spenden aus Kurpark Classix.

KurparkClassix

Sylvia Möller - Aachener Zeitung. „Man hat gemerkt, dass die Leute sich wohlgefühlt haben“, resümiert Zahnarzt Dr. Martin Emmerich sein mittlerweile 9. Picknick bei den Kurpark Classix. Seit 2008 organisiert er diese Charity-Veranstaltung: Ein gemütliches Picknick, dessen Gäste neben den Speisen auch die Musik der Kurpark Classix genießen können.

Besonders über das Essen freut sich Emmerich: „Es war hervorragend.“ Dabei wird das gesamte Catering von Freunden und Mitarbeitern auf die Beine gestellt und selbst gemacht.

So empfanden wohl auch die geladenen Gäste des Picknicks, die gerne für einen guten Zweck spendeten. Wer Emmerich dabei nach seinem Lieblingsprojekt fragte, bekam keinen eindeutigen Tipp. „Es gibt für mich keinen Favoriten. Ich habe jedes Projekt in mein Herz geschlossen“, gibt er zu. Daher war es für ihn selbstverständlich, die Spendengelder auf 10 000 Euro aufzurunden, so dass jedem der vier Projekte 2500 Euro überreicht wurden.

So auch unserem Verein. Herzlichen Dank dafür im Namen aller KINDER IN NOT !!!

Doch nicht nur die Projekt-Vertreter sind dankbar. Auch Dr. Martin Emmerich dankt allen Helfern und Christian Mourad, Veranstalter der Kurpark Classix, „ohne den das gar nicht möglich gewesen wäre“. Wer ebenfalls spenden möchte und Interesse hat, im kommenden Jahr an dem Picknick teilzunehmen, kann sich in der Praxis per E-Mail an info@praxisklinikaachen.de melden, ebenso wie mögliche Kinderhilfs-Projekte, die sich um eine Förderung bewerben möchten.

 

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Lennet Kann mit viel Liebe geehrt

Erste Matinee des Theater- und Konzertvereins Aachen zugunsten KINDER IN NOT lockt 500 Zuschauer


Foto: Martin Ratajzak

Aachen. Wie ein Magnet zog der Name Lennet Kann 500 Besucher zur ersten Matinee des Theater- und Konzertvereins Aachen in die Kurparkterrassen. Zu Ehren des Öcher Originals, dessen Todestag sich in diesem Jahr zum 100. Mal jährte, hatte sich der junge Verein eingeladen. Zugleich wurde daraus nach einer Idee von Renate Joußen eine Charityveranstaltung. So konnten dem Nele und Hanns Bittmann-Verein 3000 Euro übergeben werden – der Erlös aus dem Verkauf von 551 Lennet-Printen.

„In freundschaftlicher Zusammenarbeit mit der Bäckerei Moss hat der Theater- und Konzertverein die von Frank Prömpeler 2014 künstlerisch gestaltete Lennet-Printe zum Anlass genommen, Aachener Kinder in Not zu unterstützen“, sagte die Vereinsvorsitzende Heike Vogt. Schon im Oktober 2015 und im Februar 2016 hat der Theaterverein je vier ausverkaufte Vorstellungen von „Lennet Kann, das Musical“ aufgeführt. 3400 Zuschauer sahen dieses Lebenswerk von Kurt Joußen, die Nachfrage bestand weiterhin. Der vor zehn Jahren gegründete Nele und Hanns Bittmann Verein hat in diesem Zeitraum 20 000 Kinder unterstützen können. 200 Kinder besuchten auch die Musicalaufführungen.

Interessiert verfolgten die Besucher der Matinee das „Plädoyer für einen Überlebenskünstler“, in dem die Aachener Journalistin Jutta Katsaitis-Schmitz ein ganz anderes Lebensbild des beliebtesten Aachener Originals dokumentierte. Sie zeichnete darin das sagenumwobene und anekdotenreiche Leben des Lennet Kann auf, der durchaus ein Spaßvogel, Unterhalter und durchweg geselliger Typ war. „Er war schlichtweg ein Überlebenskünstler – zwar arm wie eine Kirchenmaus, blieb ihm Arbeit dennoch fremd! Doch er arrangierte sich mit seinem Leben, war wegen seiner Wesensart ein stadtbekanntes Unikum“, sagte sie.

Rätsel um das Geburtsdatum

Bis heute ist es jedoch nicht gelungen, sein Geburtsdatum exakt zu ermitteln. Allein durch seine standesamtliche Sterbeurkunde ist belegt, dass der „gewerbslose Leonhard Kahn, katholischer Religion , ledig, wohnhaft in Aachen, Peterstraße 126, am 5. Januar 1916, nachmittags um zwölfeinhalb Uhr, im Alter von 72 Jahren im Aachener Elisabethkrankenhaus verstorben ist“. Sollte Lennet gar als Waisen- oder Findelkind in der Familie Kahn aufgewachsen sein? So soll seine Mutter ihm zum Betteln über die Kinderjahre hinaus die Beine nach hinten weggebunden haben. Eine Erklärung für die spindeldürren Beine, in denen sich später keine Waden mehr entwickeln konnten. Niemand wird eine schulische Ausbildung bei ihm erwarten, doch die Kinder, die ihn hänselten, ließen ihn auch ihre Schularbeiten machen, für die sie sogar gute Noten erhielten – soweit Katsaitis-Schmitz‘ Schilderungen.

Lennets Lieblingsplätzchen waren demnach die Lütticher Straße und der Osterweg. An der Unterführung nach Ronheide verbrachte er die letzten Stunden seines Lebens. Es war eine eisige Januarnacht. Steif gefroren, konnte ihm im Elisabethkrankenhaus nicht mehr geholfen werden.

Zum Programmablauf der Matinee gehörte auch eine Biografie in Öcher Platt aus der Feder des Chronisten Piedbeuf (1893 – 1950). Vorgetragen und mit viel Beifall bedacht wurde sie von Markus Krings, Thouet-Preisträger 2016. Ulli Havermann und „fünf Jonge“ vertraten die singende Zunft, wie auch Kurt Joußen, der von den grazilen Tänzerinnen der Ballettschule Brigitte Erdweg bei seinem Potpourri der Öcher Leddchere umtanzt wurde. Lothar Engels „rockte die Bühne“ mit dem Kinderchor von St. Katharina Forst.

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Hilfsbereit - die Oecher Troubadoure

Troubadoure

Sie sind Öcher mit Leib und Seele, und sie haben ein großes Herz für Kinder in Not. Beides haben die Oecher Troubadoure in der vergangenen Session bei vielen Auftritten unter Beweis gestellt. Der 2013 gegründete Männergesangsverein hat fleißig Spenden gesammelt und den kompletten Erlös der Session in Höhe von 1500 Euro dem Verein "Nele und Hanns Bittmann – Hilfsfonds für Kinder in Not in der Region Aachen" gespendet. "Es war eine kurze, stressige Session", bilanzierte jetzt der 1. Vorsitzende Jochen Hamacher. "Aber es hat riesigen Spaß gemacht." Hits der Troubadoure wie die mit Disko-Beat aufgepeppte "Rosamunde" oder "Aachen, Du schönste Stadt" kamen bestens an. Die zehn Sänger freuen sich schon auf die nächste Session. Dort wird gesungen und gefeiert – und wieder notleidender Kinder gedacht!

Unser Bild zeigt von links: Rolf Gragert, Jochen Hamacher, Albrecht Peltzer (2. Vorsitzender "Nele und Hanns Bittmann"), Helmut Klinkenberg und Markus Cremers. Foto: Michael Jaspers

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Soziales Engagement der Erholungs-Damen

Erholungsgesellschaft

Der Erlös des von den Damen der Erholungsgesellschaft veranstalteten Weihnachtsbasars in Höhe von 7040 Euro konnte jetzt übergeben werden. Hierzu waren Vertreter der drei Einrichtungen eingeladen worden, um die symbolischen Schecks entgegenzunehmen und bei dieser Gelegenheit auch den von ihnen repräsentierten Verein vorzustellen. Über Spenden freuen durften sich der Verein „Nele und Hanns Bittmann – Hilfsfonds für Kinder in Not in der Region Aachen“, vertreten durch den zweiten Vorsitzenden Albrecht Peltzer und Wolfgang Seibert, das Frauen- und- Kinderschutzhaus des Sozialdienstes katholischer Frauen, vertreten durch Dagmar Freund und Külya Gökgöz, sowie der Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte, vertreten durch Natalie Weber und Andreas Petzold.

Foto: Wolfgang Friedrich

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Spielzeug Geige, Bratsche, Cello
Die Streicherklasse an der Grundschule Hanbruch begeistert die Kleinen

Streicherklasse
Vielleicht Virtuosen von morgen: Die Kinder der Streicherklasse in der Grundschule Hanbruch haben
jedenfalls Spaß beim Musizieren. Foto: Kurt Bauer

Von Lale Dalz / Aachener Zeitung

Aachen. Es ist eine besondere Form des Musikunterrichts, die den 28 Jungen und Mädchen richtig Spaß macht: Seit diesem Schuljahr wird für die Zweitklässler der Grundschule Hanbruch eine Streicherklasse angeboten. Zweimal pro Woche nehmen die Kinder ihr Instrument in die Hand und üben gemeinsam, während ihre Klassenkameraden den herkömmlichen Musikunterricht besuchen. Dass das Erlernen eines Musikinstruments die Lernentwicklung der Kinder fördert, ist erwiesen – dank der kindgerechten Anleitung durch die Musikschule Aachen macht es den jungen Musikerinnen und Musikern aber auch richtig viel Spaß.

Los geht es mit Finger- und Rhythmusübungen: „Tap, Tap, Tap – geht der Rap!“, singen die Kinder gemeinsam mit Illa Tönnies und Johanna Schmidt von der Musikschule. Dann werden die Stützen an die Geigen und Bratschen geklemmt, und die Kinder üben gemeinsam den Umgang mit dem Instrument. Denn der ist gar nicht so unkompliziert.

Sponsoren gesucht

Aber die Kommandos „Finger in die Kuschelecke“ und „Keine Krawattengeige“ verstehen die Zweitklässlerinnen und Zweitklässler mittlerweile sofort: Der linke Daumen gehört unter das Griffbrett, und das Instrument darf nicht „herunterhängen“. So gehen die Schülerinnen und Schüler nach und nach immer souveräner mit den Instrumenten um. Beim Tag der offenen Tür hatten die Kinder bereits einen Auftritt und haben drei Stücke gezupft.

Die Instrumente dürfen demnächst sogar zum Üben mit nach Hause genommen werden. Im Dezember steht dann das Adventskonzert der Schule an. Zwei Jahre lang soll die Gruppe in dieser Konstellation gemeinsam lernen. „Den Kindern macht es richtig Spaß. Gerne würden wir den freiwilligen Streicher-Unterricht auch nächstes Jahr für die neuen Zweitklässlerinnen anbieten“, erklärt Schulleiterin Stefanie Krapp. „Das geht jedoch nur, wenn wir wieder Sponsoren dafür finden.“

In diesem Jahr haben der Verband Frau und Kultur sowie der Verein Nele und Hanns Bittmann geholfen, die Anschaffungskosten für die Instrumente sowie einen Teil der Gebühren für den Musikschulunterricht zu stemmen.

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Lennet-Kann-Printen für den guten Zweck

LKDM-Printe

Unter dem Motto: „Von Öchern für Öcher“ hatte die Bäckerei Moss Lennet-Printen hergestellt.
Von jeder verkauften Printe gingen fünf Euro an unseren Verein.
Auf diese Weise kamen über 2000 EUR zusammen!
Super !!!

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Aachens Grundelement hilft den Kindern

Marga Meier hat mit Gastautoren Kalender zum Thema Wasser gestaltet.
Schon 7000 Euro für den guten Zweck gesammelt.

Wasserkalender
Wasserkalender für den guten Zweck: Das freut (v.l.) OB Marcel Philipp, Kerstin Lünenschloss,
Marga Meier und Wolfgang Herff. - Foto: Andreas Schmitter

Von David Grzeschik / Aachener Zeitung

Aachen. Die heißen Quellen waren es einst, die Aachen für Karl den Großen interessant machten. Wasser zeichnet auch das neue Projekt von Marga Meier aus. In einem Kalender beschäftigt sich die Fotografin mit Aachen als „Stadt des Wassers“. Der Kalender ist für das Jahr 2016 gedacht und wird bereits seit Juni in Buchhandlungen und im Internet verkauft.

Erstmalig hatte sich Marga Meier im vergangenen Jahr um einen Kalender gekümmert. Dieser beschäftigte sich mit dem Karlsjahr – und stellte sich als voller Erfolg heraus. Der Erlös des Kalenders, eine Summe von 17 000 Euro, konnte damals für einen guten Zweck gespendet werden. „Deshalb kam mir die Idee, das Projekt noch einmal und nun mit dem wichtigen Thema Wasser aufzugreifen“, erklärt Meier und verweist auf die Bedeutung des Elements für Aachen.

Das Besondere am Kalender: An ihm haben zwölf Gastautoren ehrenamtlich mitgewirkt, die teils sogar beruflich mit Wasser zu tun haben. Insgesamt sind so zwölf Geschichten zusammengekommen, die von den Quellen bis zum heutigen Badewesen die Geologie, Geschichte, Industrie, Badekultur und Kunst rund ums Wasser in Aachen beleuchten.

„Sie führten mich an Orte in Aachen, die mir unbekannt waren und öffneten mir so viele neue Türen“, lobt Meier die Zusammenarbeit mit den Autoren, die ihr Wissen im Kalender mitteilen. Gestaltet hat den Kalender die Grafikerin Kerstin Lünenschloss, die Schirmherrschaft für das Projekt übernimmt Oberbürgermeister Marcel Philipp. Die Fotos hat dagegen alle Marga Meier selbst gemacht.

Der Erlös aus dem Verkauf der Kalender kommt wieder einem sozialen Projekt zugute – nämlich dem „Nele und Hanns Bittmann“-Hilfsfonds. Er unterstützt Kinder in Not. Speziell sollen mit dem Geld der Kalender-Erlöse Schwimmkurse für junge Flüchtlinge fortgesetzt werden. Sie laufen derzeit schon in der Elisabethhalle und werden für 22 Teilnehmer angeboten. „Viele der Kinder haben Angst, überhaupt ins Wasser zu gehen“, unterstreicht Dr. Wolfgang Herff, 1. Vorsitzender des Vereins, die Notwendigkeit des Projekts.

Schon 900 Stück verkauft

Mit einer ersten Zwischenbilanz zeigt sich Meier zumindest schon einmal zufrieden. „Seit Juni wurden knapp 900 Kalender verkauft, die uns 7000 Euro an Spenden eingebracht haben“, so die Fotografin. Sie wurden dem „Nele und Hanns Bittmann“-Verein nun offiziell überreicht. Meiers Ziel ist es aber, 1000 weitere Kalender zu verkaufen. „Um dann bis zum Jahresende auf 15000 Euro für den guten Zweck zu kommen“, fügt sie noch hinzu.

Der Kalender namens „Aachen 2016 – Stadt des Wassers“ ist in verschiedenen Buchhandlungen in der Innenstadt erhältlich und kostet 12,50 Euro. Pro verkauftem Kalender fließen acht Euro an den „Nele und Hanns Bittmann“-Hilfsfonds.

Die Kalender sind auch online zu erwerben unter www.wasserkalender.de.

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Der VFL05 hilft Kindern in Not

VFL Scheck
Foto: Kurt Bauer

Beim alljährlichen Jugendturnier des VfL 05 Anfang des Jahres kam eine schöne Summe zusammen, die in einer kleinen Feierstunde an Frank Prömpeler vom „Hanns und Nele Bittmann Hilfsfonds“ übergeben werden konnte. Vöölmoels Merssi allen, die dazu beigetragen haben!!!

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Die Angst wird schnell besiegt

Schwimmkurse für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Ein wichtiger Beitrag zur Integration.
Ein geschützter Raum in der Elisabethhalle.

Schwimmen_01
Unser Bild zeigt (v.l.n.r.): Karlheinz Welters (Fachbereich Sport), Kerstin Dittmann und Christine Weber („Aix-la-Sports“), Dr. Wolfgang Herff (1. Vorsitzender „Nele und Hanns Bittmann e.V.“) Petra Prömpler (Fachbereich Sport), Frank Prömpeler (Schriftführer „Nele und Hanns Bittmann e.V.“).

Schwimmen_02

Von Rauke Xenia Bornefeld - Aachener Zeitung

Aachen. Die beiden Jungs kennen den Weg. Sie grüßen freundlich die Mitarbeiterin an der Kasse der Elisabeth-Schwimmhalle und flitzen die Treppe des Jugendstilbades hinauf. Für den prächtigen Jugendstilbrunnen haben sie keinen Blick. Ihr Schwimmtraining fängt gleich an, und das wollen sie auf keinen Fall verpassen.

Sie heißen nicht Thomas oder Moritz, eher Omar oder Haile. Sie leben noch nicht lange in Deutschland, und der Weg dahin war für alle eine Frage des Überlebens. Sie gehören zu den rund 400 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, die in Aachen ein neues Zuhause in Sicherheit gefunden haben. Dazu gehören ein Dach überm Kopf und sozialpädagogische Betreuung, aber vor allem auch Bildung. Schwimmen ist Bildung.

Möglich wurden die vier Schwimmkurse für etwa 10 Mädchen und 30 Jungen durch ein Netzwerk aus dem Fachbereich Sport der Stadt, den Jugendhilfeträgern, die die Obhut der jugendlichen Flüchtlinge übernommen haben, dem neu gegründeten Schwimmverein „Aix-la-Sports“ und dem Verein „Nele und Hanns Bittmann – Hilfe für Kinder in Not in der Region Aachen“. Der Verein übernimmt die Kosten der Kurse: 4260 Euro für vier Kurse in vier Stunden immer samstags zwischen Karneval und Herbstferien in der Elisabethhalle. Jeder Kursteilnehmer kann theoretisch 28 Mal kommen, um schwimmen zu lernen.

Doch tatsächlich kommen mehr in den Genuss, denn durch das Erreichen der Altersgrenze von 18 Jahren, ausreichende Schwimmkenntnisse und Selbstvertrauen für den normalen Badebetrieb oder schlicht andere Interessen werden immer wieder Plätze frei. Trotzdem ist der lange Zeitraum die richtige Methode: „Wir fragen die Jugendlichen nicht nach ihrer Geschichte, aber ihre Angst ist bei den ersten Malen spürbar“, erzählt Christine Weber, Mitbegründerin und Vorstandsmitglied von Aix-la-Sports. Bedenkt man, wie viele Flüchtlinge den Weg in schrottreifen, überfüllten Booten übers Mittelmeer nach Europa wählen und wie viele dabei ihr Leben verlieren, ist das nicht verwunderlich.

Bei den Schwimmkursen von Aix-la-Sports treffen die jugendlichen Flüchtlinge aber auf Trainer und Trainerinnen, die ihnen Zeit geben, die wissen, wie sich die Angst vor dem nassen Element bezwingen lässt. Denn genau da setzen Christine und Rolf Weber mit ihren Konzepten an. In der sechsten Stunde ist von Angst schon kaum mehr etwas zu spüren. Die Jungen recken sich in der kleinen Halle der Elisabethhalle nach dem gelben Gummiball, unternehmen Tauchversuche, einer springt sogar vom Einmeter-Brett – vielleicht aus Freude über das just erschwommene Seepferdchen-Abzeichen.

„In der Regel gibt es Schwimmkurse für Kinder im Grundschulalter oder für Erwachsene. In beiden Gruppen wären die 14- bis 18-Jährigen nicht gut aufgehoben“, meint Weber. Zehn, maximal elf Jungen oder Mädchen sind mit zwei Schwimmtrainern im Wasser, einer passt vom Beckenrand aus auf. Angst überwinden steht bei dem Mädchenkurs noch stärker im Vordergrund. „Während die Jungen doch manchmal Vorkenntnisse mitbringen, ist die Ausbildung der Mädchen in ihren Heimatländern grundsätzlich oft vernachlässigt worden“, sagt Christine Weber. Umso schöner sei es zu sehen, wie die Mädchen wüchsen und Selbstvertrauen durch das Training gewännen. Die kleine Halle der Elisabethhalle bietet einen geschützten Rahmen, den die Jugendlichen immer wieder einzeln, begleitet von einem Trainer verlassen, um zu lernen, sich im öffentlichen Badebetrieb der großen Halle zurechtzufinden. Sozusagen Integrationstraining in Badehose.

Auch deshalb sind die anderen Netzwerk-Partner hoch zufrieden mit der Zusammenarbeit mit Aix-la-Sports und dem Verein „Nele und Hanns Bittmann“. „Es konnte einfach eine Lücke geschlossen werden. Der Bedarf ist groß“, bestätigt Petra Prömpler, Leiterin des Fachbereichs Sport, auch im Namen der zahlreichen Jugendhilfeträger. „Die wenigen in Einrichtungen lebenden Jugendlichen, die ebenfalls nicht schwimmen können, wollen wir auch in die Kurse integrieren.“

Zwei Vereine, die sich der schnellen und unbürokratischen Hilfe verschrieben haben

Der neu gegründete Verein „Aix-la-Sports“ hat sich der Vermittlung von Schwimmkenntnissen verschrieben. Dabei nehmen die Vereinsmitglieder rund um die schwimmbegeisterte Familie Weber vor allem Menschen in den Blick, die sich mit dem Schwimmenlernen schwerer tun als andere. Das können Kinder, Erwachsene oder auch Jugendliche sein. Neben einer behutsamen Herangehensweise sind die Kurse vor allem deutlich umfangreicher. Weitere Informationen unter aix-la-sports.de.

Der Verein „Nele und Hanns Bittmann“ hilft vor allem Kindern, die durch Tod, Unfall oder Krankheit der Eltern oder durch andere Gründe in finanzielle Not geraten sind. Ziel ist die kurzfristige Versorgung der Grundbedürfnisse sowie die Aufrechterhaltung von Lebensqualität und gesellschaftlicher Teilhabe. Spendenkonto: DE59390601800142142015 (IBAN).

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