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Nele und Hanns Bittmann e.V.
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Neuigkeiten
Grandiose Session mit wunderbarem Nachspiel unterm Riesenrad

Ex-Tollität Thomas Jäschke und seine ehrenamtlichen Unterstützer sammeln 7777,77 Euro für den „Nele und Hanns Bittmann e.V.“

Thomas mit Spende
Foto: Andreas Schmitter

Aachener Zeitung / Gerd Simons

Sein spitzbübisches Lächeln hat Thomas Jäschke auch nach seiner Session als Öcher Karnevalsprinz nicht verloren, und er hat immer noch den Schalk im Nacken. Während seiner Prinzregentschaft waren ihm und seinem Hofstaat die Sympathien sicher, und sie wurden wie auf Händen durch eine grandiose Session getragen, die noch lange nachhallen wird.

„Es war schon gigantisch, und so langsam verarbeite ich all das, was im positiven Sinne auf uns eingeprasselt ist“, lobt und dankt Thomas III. Jäschke allen Ehrenamtlern, die zum Gelingen dieser grandiosen Session beigetragen haben. „Ich empfehle das jedem, der sich berufen fühlt und Lust darauf hat, einmal Prinz Karneval dieser wunderbaren Stadt zu werden“, meint Jäschke. Am Dienstag hatten er und sein Hofstaat auf dem Aachener Bend ihren letzten großen Auftritt. In Form von zwei dicken Schecks haben sie den Reinerlös ihrer närrischen Benefizaktionen in Höhe von 15 555,54 übergeben. Je 7777,77 Euro fließen an den „Nele & Hanns Bittmann e.V. – Hilfsfond für Kinder in Not“ und an die stadthistorische AKV-Sammlung Crous. „Wir freuen uns wahnsinnig, dass wir über unsere vielen Aktionen wie den Verkauf von Würstchen sowie der Abgabe von CDs, Benefizorden, Mützen und Grillschürzen gegen eine Spende diese Summe erreichen konnten“, sagte Thomas Jäschke bei der Übergabe auf den Bend-Terrassen.

Auch tolle Menschen, die einfach so für den guten Zweck spenden wollten, hätten letztlich dazu beigetragen, so der ehemalige Prinz weiter, der die Landfrauen Simmerath als gutes Beispiel nannte. Sie hätten nach dem Auftritt von Prinz & Co. in Simmerath spontan Geld gesammelt und bei der Prinzenverabschiedung im Stadttheater am Veilchendienstag dann 666 Euro übergeben.

Die Freude war auch Norbert Strauch vom „Nele & Hanns Bittmann e.V.“ ins Gesicht geschrieben: „Mit dem Betrag in Höhe von 7777,77 Euro wird eine neue Aktion finanziert. In Zusammenarbeit mit dem Aachener Verein Aix-la-Sports werden für bedürftige Kinder aus Aachen und für Flüchtlingskinder Schwimmunterricht und Kurse für Traumabewältigung durchgeführt.“ Den Kinderhilfsfonds gibt es seit mehr als zehn Jahren; er wurde nach dem tragischen Unfalltod von Nele und Hanns Bittmann von Bittmanns Gesangsgruppe „De Jonge vajjen Beverau“ gegründet.

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Troubadoure zeigen ein Herz für Kinder

Troubadure
Foto: Andreas Steindl

Aachener Zeitung

Sie haben wieder ein großes Herz für Kinder in Not gehabt. Erneut stellten sich die Oecher Troubadoure als echte Öcher mit Leib und Seele in den Dienst der guten Sache. Der 2013 gegründete Männergesangsverein hat auch in der vergangenen Session fleißig Spenden gesammelt und den Erlös n in Höhe von 1111 Euro wieder dem Verein „Nele und Hanns Bittmann – Hilfsfonds für Kinder in Not in der Region Aachen“ gespendet. Albrecht Peltzer, 2. Vorsitzender des Vereins, dankte der engagierten Sangestruppe für ihren Einsatz. „Auch dank dieser Hilfe kann der Verein schnell und unbürokratisch notleidenden Kindern in der Region helfen.“ Die Sänger freuen sich schon auf die nächste Session. Dort wird gesungen und gefeiert – und der gute Zweck wird dabei nicht vergessen. Unser Bild zeigt von links Hartmut Pelzer, René Camphausen, Marcel Camphausen. Martin Knörchen und Albrecht Peltzer sowie vorne von links Helmut Klinkenberg, Jochen Hamacher, Markus Cremers und Werner Born.

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11 111 Euro für Kinder in Not
Die Kenger vajjen Beverau der Aachener Domsingschule singen sensationelles Rekordergebnis für den Verein „Nele und Hanns Bittmann“ ein. Erste CD „Wat ne echte Öcher es...“ wird zum Verkaufsschlager.

Kenger Stadt
Foto: Aachener Zeitung

Aachener Zeitung

Aachen. 11 111 Euro – das ist das ebenso jecke wie sensationelle Rekordergebnis der Kenger vajjen Beverau für die abgelaufene Session 2016/17. Die mehr als stattliche Summe kommt nun Kindern in Not in der Region Aachen zugute. Denn die rund 30 Schülerinnen und Schüler der Aachener Domsingschule, die als Kenger vajjen Beverau auf den Karnevalsbühnen unterwegs sind, singen ausschließlich für den guten Zweck. Ihre Auftrittsgagen gehen ohne Einschränkung an den Verein „Nele und Hanns Bittmann“.

Ihr Ruf eilt der 2012 gegründeten Gruppe mittlerweile weit voraus. So sind sie in dieser Session nicht nur in Aachen aufgetreten, sondern auch in der Städteregion.

Zum absoluten Renner entwickelte sich die 2016 produzierte erste CD der Kenger vajjen Beverau mit dem Titel „Wat ne echte Öcher es...“, der im Original von den legendären Domspatzen stammt. Zehn Öcher Klassiker und auch rockige Neuvertonungen von Prinzenliedern finden sich auf dem von Meinolf Bauschulte in seinem Studio in Roetgen-Rott produzierten und arrangierten Tonträger. Diese Mischung kam offenkundig bestens an. Denn die erste Auflage der CD von 1000 Exemplaren wechselte fast komplett die Besitzer. „Ein unglaublicher Erfolg und eine tolle Bestätigung für die Kenger, die das wirklich hervorragend machen“, bilanziert Irma Wüller, die als Leiterin der Domsingschule zusammen mit ihrem Stellvertreter Raphael Brümmer auch die Gruppe, bestehend aus Kindern der dritten und vierten Klassen, leitet. Zudem sei es ein tolles soziales Engagement der Kinder, in Not geratenen Altersgenossen auf diese Art zu helfen. Was auch Dompropst Manfred von Holtum unterstreicht: „Wir sind stolz auf die Kinder.“ Das Domkapitel ist Träger der Domsingschule. Ein großer Dank ging auch an die Eltern, die die Kenger während der Session von Auftritt zu Auftritt fahren.

Die Idee zur Gründung hatte Meinolf Bauschulte, als sich die Jonge vajjen Beverau von den Bühnen verabschiedeten. Die Gruppe war von Hanns Bittmann ins Leben gerufen worden, der 2001 als Prinz Karneval begeisterte. Schon immer trat die Gruppe für den guten Zweck auf, zunächst für das Hilfswerk unserer Zeitung Menschen helfen Menschen. Hanns Bittmann und seine Frau Nele kamen 2006 bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben und hinterließen zwei Kinder. Daraufhin gründete sich der Verein „Nele und Hanns Bittmann – Hilfsfonds für Kinder in Not in der Region Aachen“, für den die Jonge fortan auftraten. Nach ihrem Abschied sollte dieses soziale Engagement nicht enden – und die Idee zur Gründung der Kenger vajjen Beverau kam auf. Bei der Domsingschule fiel sie sofort auf fruchtbaren Boden. Das Projekt wurde dann über die Jahre immer erfolgreicher. Wegen der häufigen Nachfrage nach einem Tonträger wurde die Idee einer CD-Produktion konkret angegangen. Klar war, dass sie zu 100 Prozent über Sponsoren finanziert werden sollte, damit die Verkaufserlöse eins zu eins Kindern in Not zugute kommen konnten. „Wir waren zwar vom Erfolg überzeugt. Dass wir mit der Idee aber derart offene Türen einrennen, hätten wir nicht gedacht“, sagt Schulpflegschaftsvorsitzender Stephan Mohne, der bei Sponsoren „Klinken putzte“ und die Koordination der CD-Produktion übernahm.

Nächste Session geht‘s weiter

Die Stawag, NetAachen, die Bäckerei Moss und die Aachener Bank stiegen ohne Umschweife als Sponsoren in das Projekt ein. Zudem sorgte die Agentur Power+Radach kostenlos für das flotte Artwork. Hinzu kamen Spenden von Eltern der Domsingschüler. Die CD ging dann nach ihrer Präsentation im November bei den Verkaufsstellen – der Mayerschen Buchandlung, dem Onlineshop www.aachen-geschenke.de und den Moss-Filialen – buchstäblich weg wie warme Semmeln. „Wir sind den Kenger vajjen Beverau unendlich dankbar für ihre Unterstützung und ihren tollen Einsatz“, freut sich Dr. Wolfgang Herff als Vorsitzender des Vereins „Nele und Hanns Bittmann“ über die enorme Spendensumme. Der Verein hat für das Geld – leider – vielfältige Verwendung. Leider, weil sich zahlreiche Kinder in der Region in Notlagen befinden und Hilfe brauchen. Insgesamt haben die Kenger dazu nun schon mit weit über 20 000 Euro beigetragen. Der Unterstützung durch die Kenger darf sich der Verein auch in der nächsten Session gewiss sein. Das versprachen Irma Wüller sowie Norbert Strauch und Heinz-Ludwig Kloeser, die sich um die Organisation kümmern. Und die CD wird dann auch eine Neuauflage erfahren, damit es wieder heißt: „Wat ne echte Öcher es..."

„Wir sind den Kenger vajjen Beverau unendlich dankbar für ihre Unterstützung und ihren großen Einsatz.“

Dr. Wolfgang Herff, „Nele und Hanns Bittmann e.V.“

„Ein unglaublicher Erfolg und eine tolle Bestätigung für die Kenger, die das wirklich hervorragend machen.“

Irma Wüller, Leiterin
der Domsingschule

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„Auswärtsspiel“:
Kenger ersingen 1222,64 Euro in der Städteregion

Scheck Städteregion
Foto: Städteregion Aachen

Aachener Zeitung

Seit 2012 sind die Kenger vajjen Beverau der Domsingschule auf den Aachener Karnevalsbühnen unterwegs und singen Öcher Leddchere. Das tun sie nicht nur, weil es ihnen Riesenspaß macht. Vielmehr spenden sie ihre Auftrittsgagen in Tradition ihrer Vorgänger – der Jonge vajjen Beverau – für den Verein Nele und Hanns Bittmann und damit für Kinder in Not in der Region Aachen. In dieser Session waren sie erstmals auch „auswärts“ gefragt. Zunächst bei der Prinzenproklamation in Alsdorf. Da kamen sie dermaßen gut an, dass sie gleich für weitere Veranstaltungen gebucht wurden – nämlich für die Prinzenempfänge der Städteregion in Alsdorf und Stolberg. Dort ließ man ein großes Sparschwein durch die Reihen gehen, in dem es kräftig klingelte. Sage und schreibe 1222 Euro und 64 Cent kamen für den guten Zweck zusammen. Die Summe überreichte jetzt Städteregionsrat Helmut Etschenberg (2.v.r.) den Kengern. „Ich muss euch ein großes Kompliment machen und mich bei euch bedanken. Ihr könnt sehr stolz darauf sein, was ihr mit dem Singen und dem Spaß, den ihr dabei hattet, erreichen konntet“, so Etschenberg, mit dem sich auch Schulleiterin Irma Wüller und ihr Stellvertreter Raphael Brümmer (l.) sowie Norbert Strauch (3.v.r.) und Heinz-Ludwig Kloeser, die Auftrittsorganisatoren der Gruppe, freuten. Auch nächstes Jahr wird die Gruppe wohl wieder in der Städteregion begeistern. Die Kenger haben außerdem dieses Jahr ihre erste CD „Wat ne echte Öcher es...“ unter die Jecken gebracht. Der Tonträger entwickelte sich zum Renner. Schon bald soll diesbezüglich eine Bilanz gezogen werden.

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Der weihnachtliche Basar lässt die Kinderaugen funkeln

Einhard-Gymnasium: 4900 Euro für Verein „Nele und Hanns Bittmann“

Einhard-Gymnasium
Foto: Michael Jaspers

Aachener Zeitung

Aachen. „Es ist einfach schön zu sehen, mit wie viel Begeisterung, Fleiß und Enthusiasmus die Kinder hier mitmachen, kreative Sachen basteln und verkaufen“, erzählt Sarah Bingham, die seit drei Jahren beim Weihnachtsbasar des Aachener Einhard-Gymnasiums mitwirkt, beinahe euphorisch. Bereits zum 29. Mal fand er unter dem Motto „Kinder basteln für Kinder in Not“ statt. Bingham ist stolz auf die Summe von 4900 Euro, die in diesem Jahr zusammengekommen ist. „4000 Euro stammen aus dem Erlös des Basars und 900 Euro hat der Schülerverein durch die Cafeteria beim Weihnachtsbasar beigesteuert“, erklärt sie erfreut.

Die stolze Summe von 4900 Euro wurde in die Hände des Vereins „Nele und Hanns Bittmann – Hilfsfonds für Kinder in Not in der Region Aachen“ übergeben. Der Verein wurde im Jahre 2006 nach dem tragischen Unfalltod von Nele und Hanns Bittmann gegründet. Der ehemalige Aachener Karnevalsprinz hatte einige Jahre ehrenamtlich mit seinem Hofstaat für die Aktion „Menschen helfen Menschen“ gesammelt. Das Schicksal der beiden Kinder habe dann „den Ausschlag gegeben, diesen Verein für Kinder in Not zu gründen“, erklärt Wolfgang Seibert, der selbst zu den Mitgliedern zählt. „Eine solche Spende ist wichtig für die Zielsetzung unseres Vereins, da wir nun einmal auf Spenden angewiesen sind“, sagt er.

Neue Schulbücher kaufen

Eingesetzt werde das Geld zum einen für den Schulbuchfonds, der bedürftige Kinder bei der Anschaffung von Schulbüchern unterstütze. Dabei wurden durch diesen Fonds, der in Zusammenarbeit mit der Schulverwaltung der Stadt Aachen betrieben wird, in den vergangenen zehn Jahren bereits über 2000 Kinder mit Schulmaterialien ausgestattet. Zum anderen werden Jahreskarten für den Tierpark Aachen gekauft. „Diese erhalten Kinder und deren Familien, die sich aus finanziellen Gründen keinen Urlaub leisten können“, schildert Wolfgang Seibert. Jährlich werde so ein Besuch des Tierparks für 300 bis 500 Kinder sowie zahlreiche Familien ermöglicht. „Es ist uns wichtig, dass das Geld in die richtigen Hände kommt und sinnvoll eingesetzt wird“, sagt er.

Doch nicht nur für den Verein, sondern auch für Angelika Litmeyer-Neumann ist es ein besonderer Tag. Sie hat neun Jahre lang federführend für die Vorbereitung und den reibungslosen Ablauf des Basars gesorgt und übergibt diese Verantwortung nun in andere Hände. „Die Vorbereitungen sind zwar immer mit Stress verbunden, doch es ist für mich immer wieder ein Glücksgefühl zu sehen, mit welchem Eifer, Engagement und welcher Euphorie die Kinder bei der Sache sind“, schildert sie. Besonders schön finde sie dabei das soziale Engagement der Kinder, da „alle Kinder die Sachen für den Basar zu Hause basteln“ und dadurch einen Teil ihrer Freizeit opferten. „Natürlich werde ich nächstes Jahr wieder zum Basar kommen, auch wenn ich nicht mehr für die Organisation verantwortlich bin“, verrät sie bereits jetzt.

Denn im nächsten Jahr gibt es sogar ein Jubiläum: Der 30. Weihnachtsbasar am Einhard-Gymnasium steht an.

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850 Kinder stürmen das Stadttheater

Verein „Nele und Hanns Bittmann“ ermöglicht Schülern den Besuch des Familienstücks. Das ist schon eine Tradition geworden.

Von Svenja Pesch - Aachener Zeitung

Theater 2016
Foto: Michael Jaspers

Aachen. Ein bisschen aufgeregt ist Adriano schon. Immerhin ist dies kein normaler Schultag im Leben des Neunjährigen aus der Schule am Rödgerbach, sondern etwas ganz Besonderes. Gemeinsam mit seinen Mitschülern besucht er das diesjährige Weihnachtsmärchen „Der kleine Ritter Trenk“ des Theaters Aachen. Wie Adriano freuen sich gut 850 Kinder verschiedener Grundschulen, Kindergärten und anderer Einrichtungen aus der Region auf den vorweihnachtlichen Theaterbesuch. Möglich gemacht hat das der Verein „Nele und Hanns Bittmann“. Der Hilfsfonds für Kinder in Not in der Region hat bereits zum fünften Mal Theaterkarten an diejenigen verteilt, die normalerweise selten bis nie ins Theater gehen können.

„Für viele leider eine Ausnahme“

„Wir freuen uns, dass wir auch dieses Mal wieder viele Kinder einladen konnten, wie beispielsweise von den Grundschulen Driescher Hof, am Rödgerbach oder Passstraße. Auch das Jugendzentrum Maria im Tann sowie die Öcher Frünnde sind dabei“, so Frank Prömpeler, Geschäftsführer des Vereins „Nele und Hanns Bittmann“. Dabei freut sich Prömpeler jedes Jahr aufs Neue, in die strahlenden Kinderaugen zu blicken, die den großen Theatersaal ganz genau unter die Lupe nehmen. „Für viele der kleinen Theaterbesucher ist so ein Event leider die Ausnahme, da sich ihre Eltern das einfach nicht leisten können. Der Verein ermöglicht ihnen ein paar schöne Stunden, in denen sie ihren Alltag vergessen können“, ergänzt Prömpeler.

Eren und Louise von der Montessori-Schule wissen zwar, worum es in dem Weihnachtsstück geht, aber das Geheimnis, wie genau es im Theater aussieht, konnte erst vor wenigen Minuten gelüftet werden. „Ganz schön groß ist es hier, und alles sieht so schick aus“, erzählt Louise. Auch für Pelin Yirgit ist der Theaterbesuch eine spannende Sache. Sie kommt von dem Projekt „join“, innerhalb dessen schon lange hier lebende Familien auf Eltern und Kinder treffen, die in Aachen Zuflucht gesucht haben. „Wir kommen gemeinsam mit Flüchtlingen und Öcher Familien hierhin. Die multikulturelle Atmosphäre macht den Theaterbesuch zu etwas Besonderem“, so Yirgit.

Frank Prömpeler beobachtet derweil lächelnd, wie die Kinderscharen ihre Plätze einnehmen und gespannt auf die Bühne blicken. „Jetzt geht es gleich los. Und wenn sie nachher aus der Vorstellung kommen, bekommen sie noch ein Weggemännchen von Nobis – das ist mittlerweile ebenfalls eine Tradition“, sagt er.

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Stets perfekte Töne für den guten Zweck

Studierende der Musikhochschule brillieren beim Benefizkonzert zugunsten des Vereins „Nele und Hanns Bittmann“
- Von Nina Krüsmann (Aachener Zeitung)

Konzert

u.a. brillierten zugunsten des Vereins Nele und Hanns Bittmann:
die Gitarristen Maurice Görtz und Farsan Rahvari. Foto: Andreas Schmitter

„Es ist doch einfach wundervoll, wenn man gemeinsam mit jungen Leuten Musik machen und anderen Menschen Freude bereiten kann. Schöner kann es nur noch sein, wenn man damit auch noch anderen Menschen helfen kann“, sagt Herbert Görtz, Dirigent und Direktor der Abteilung Aachen der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Seit drei Jahren veranstaltet die Musikhochschule in ihrem Konzertsaal am Theaterplatz im Advent ein Benefizkonzert mit Studierenden zugunsten des Vereins „Nele und Hanns Bittmann – Hilfsfonds für Kinder in Not in der Region Aachen“. Die Hochschule biete bewusst im großen Veranstaltungsreigen in diesen Tagen kein klassisches vorweihnachtliches Konzert, sondern ein Programm, welches das gesamte Repertoire der Musikhochschule widerspiegele, betonte Görtz bei der Begrüßung des Publikums im bis zum letzten Platz besetzten Auditorium. Verantwortlich für Organisation und Realisation des Konzertes zeichneten Professorin Claudia Kunz-Eisenlohr und Professor Hans-Werner Huppertz.

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Auch Albrecht Peltzer, zweiter Vorsitzender des Vereins „Nele und Hanns Bittmann“, freute sich über den großen Zuspruch und dankte im Namen des Vereins allen Beteiligten für ihr großes Engagement im Sinne der guten Sache. Es war bereits das dritte Mal, dass das Adventskonzert der Hochschule für den Verein stattfand. Und fest steht schon: Am zweiten Advent 2017 werden Studierende der Hochschule wieder für Kinder in Not musizieren.

Die begeisterten Zuhörer am Sonntagabend waren wie immer sehr spendenfreudig, so dass nach einer unterhaltsamen musikalischen Stunde viele Scheine in den Spendenkörben landeten. ____________________________________________________________

Picknick mit tollem Beigeschmack

Martin Emmerich bedenkt vier Einrichtungen mit Spenden aus Kurpark Classix.

KurparkClassix

Sylvia Möller - Aachener Zeitung. „Man hat gemerkt, dass die Leute sich wohlgefühlt haben“, resümiert Zahnarzt Dr. Martin Emmerich sein mittlerweile 9. Picknick bei den Kurpark Classix. Seit 2008 organisiert er diese Charity-Veranstaltung: Ein gemütliches Picknick, dessen Gäste neben den Speisen auch die Musik der Kurpark Classix genießen können.

Besonders über das Essen freut sich Emmerich: „Es war hervorragend.“ Dabei wird das gesamte Catering von Freunden und Mitarbeitern auf die Beine gestellt und selbst gemacht.

So empfanden wohl auch die geladenen Gäste des Picknicks, die gerne für einen guten Zweck spendeten. Wer Emmerich dabei nach seinem Lieblingsprojekt fragte, bekam keinen eindeutigen Tipp. „Es gibt für mich keinen Favoriten. Ich habe jedes Projekt in mein Herz geschlossen“, gibt er zu. Daher war es für ihn selbstverständlich, die Spendengelder auf 10 000 Euro aufzurunden, so dass jedem der vier Projekte 2500 Euro überreicht wurden.

So auch unserem Verein. Herzlichen Dank dafür im Namen aller KINDER IN NOT !!!

Doch nicht nur die Projekt-Vertreter sind dankbar. Auch Dr. Martin Emmerich dankt allen Helfern und Christian Mourad, Veranstalter der Kurpark Classix, „ohne den das gar nicht möglich gewesen wäre“. Wer ebenfalls spenden möchte und Interesse hat, im kommenden Jahr an dem Picknick teilzunehmen, kann sich in der Praxis per E-Mail an info@praxisklinikaachen.de melden, ebenso wie mögliche Kinderhilfs-Projekte, die sich um eine Förderung bewerben möchten.

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Lennet Kann mit viel Liebe geehrt

Erste Matinee des Theater- und Konzertvereins Aachen zugunsten KINDER IN NOT lockt 500 Zuschauer


Foto: Martin Ratajzak

Aachen. Wie ein Magnet zog der Name Lennet Kann 500 Besucher zur ersten Matinee des Theater- und Konzertvereins Aachen in die Kurparkterrassen. Zu Ehren des Öcher Originals, dessen Todestag sich in diesem Jahr zum 100. Mal jährte, hatte sich der junge Verein eingeladen. Zugleich wurde daraus nach einer Idee von Renate Joußen eine Charityveranstaltung. So konnten dem Nele und Hanns Bittmann-Verein 3000 Euro übergeben werden – der Erlös aus dem Verkauf von 551 Lennet-Printen.

„In freundschaftlicher Zusammenarbeit mit der Bäckerei Moss hat der Theater- und Konzertverein die von Frank Prömpeler 2014 künstlerisch gestaltete Lennet-Printe zum Anlass genommen, Aachener Kinder in Not zu unterstützen“, sagte die Vereinsvorsitzende Heike Vogt. Schon im Oktober 2015 und im Februar 2016 hat der Theaterverein je vier ausverkaufte Vorstellungen von „Lennet Kann, das Musical“ aufgeführt. 3400 Zuschauer sahen dieses Lebenswerk von Kurt Joußen, die Nachfrage bestand weiterhin. Der vor zehn Jahren gegründete Nele und Hanns Bittmann Verein hat in diesem Zeitraum 20 000 Kinder unterstützen können. 200 Kinder besuchten auch die Musicalaufführungen.

Interessiert verfolgten die Besucher der Matinee das „Plädoyer für einen Überlebenskünstler“, in dem die Aachener Journalistin Jutta Katsaitis-Schmitz ein ganz anderes Lebensbild des beliebtesten Aachener Originals dokumentierte. Sie zeichnete darin das sagenumwobene und anekdotenreiche Leben des Lennet Kann auf, der durchaus ein Spaßvogel, Unterhalter und durchweg geselliger Typ war. „Er war schlichtweg ein Überlebenskünstler – zwar arm wie eine Kirchenmaus, blieb ihm Arbeit dennoch fremd! Doch er arrangierte sich mit seinem Leben, war wegen seiner Wesensart ein stadtbekanntes Unikum“, sagte sie.

Rätsel um das Geburtsdatum

Bis heute ist es jedoch nicht gelungen, sein Geburtsdatum exakt zu ermitteln. Allein durch seine standesamtliche Sterbeurkunde ist belegt, dass der „gewerbslose Leonhard Kahn, katholischer Religion , ledig, wohnhaft in Aachen, Peterstraße 126, am 5. Januar 1916, nachmittags um zwölfeinhalb Uhr, im Alter von 72 Jahren im Aachener Elisabethkrankenhaus verstorben ist“. Sollte Lennet gar als Waisen- oder Findelkind in der Familie Kahn aufgewachsen sein? So soll seine Mutter ihm zum Betteln über die Kinderjahre hinaus die Beine nach hinten weggebunden haben. Eine Erklärung für die spindeldürren Beine, in denen sich später keine Waden mehr entwickeln konnten. Niemand wird eine schulische Ausbildung bei ihm erwarten, doch die Kinder, die ihn hänselten, ließen ihn auch ihre Schularbeiten machen, für die sie sogar gute Noten erhielten – soweit Katsaitis-Schmitz‘ Schilderungen.

Lennets Lieblingsplätzchen waren demnach die Lütticher Straße und der Osterweg. An der Unterführung nach Ronheide verbrachte er die letzten Stunden seines Lebens. Es war eine eisige Januarnacht. Steif gefroren, konnte ihm im Elisabethkrankenhaus nicht mehr geholfen werden.

Zum Programmablauf der Matinee gehörte auch eine Biografie in Öcher Platt aus der Feder des Chronisten Piedbeuf (1893 – 1950). Vorgetragen und mit viel Beifall bedacht wurde sie von Markus Krings, Thouet-Preisträger 2016. Ulli Havermann und „fünf Jonge“ vertraten die singende Zunft, wie auch Kurt Joußen, der von den grazilen Tänzerinnen der Ballettschule Brigitte Erdweg bei seinem Potpourri der Öcher Leddchere umtanzt wurde. Lothar Engels „rockte die Bühne“ mit dem Kinderchor von St. Katharina Forst.

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